Mit einem bewegenden, schulweiten Gedenktag erinnerte das BBZ Grevenbroich am 19. Februar an die Opfer des rassistischen Anschlags von Hanau im Jahr 2020. In der Mensa der Schule setzten Schülerinnen, Schüler und Lehrkräfte gemeinsam ein unübersehbares Zeichen gegen Rassismus, Rechtsextremismus und Ausgrenzung.
Erinnerung durch Aufklärung und das Nennen der Namen
Im Mittelpunkt des Gedenktages stand eine von Schülerinnen und Schülern gestaltete Ausstellung. Diese setzte sich intensiv mit den Hintergründen der Tat, den Biografien der Ermordeten sowie der enormen Bedeutung von Erinnerung und gesellschaftlicher Verantwortung auseinander.
Ein besonders stiller und eindringlicher Moment fand in der zweiten großen Pause statt: Unter dem bundesweiten Motto #SayTheirNames versammelte sich die Schulgemeinschaft in der Mensa, um die Namen der neun Menschen zu verlesen, die vor sechs Jahren aus rassistischen Motiven aus dem Leben gerissen wurden.
Die langanhaltenden Folgen rechter Gewalt
Am 19. Februar 2020 hatte ein rechtsextremistischer Täter in Hanau neun Menschen ermordet. Vorausgegangen waren Schriften und Äußerungen, in denen er Menschen aufgrund ihrer Herkunft diffamierte – eine gefährliche Ideologie, die auf dramatische Weise zeigt, wohin ausgrenzende Diskurse führen können.
Dass die Auswirkungen solcher Taten weit über den eigentlichen Tag des Anschlags hinausgehen, wurde am Gedenktag durch eine erschütternde aktuelle Nachricht schmerzlich verdeutlicht: Ibrahim Akkus, ein Überlebender des Anschlags von Hanau, ist vor wenigen Tagen an den Spätfolgen verstorben. Sein Tod führt vor Augen, wie tief und langanhaltend die Wunden sind, die rechter Terror hinterlässt.
Haltung zeigen für eine pluralistische Gesellschaft
Der Gedenktag am BBZ sollte nicht nur an die Opfer erinnern, sondern die Schülerschaft auch zur kritischen Auseinandersetzung und zum Dialog anregen. Die Organisatoren der Veranstaltung, Marie Klein und Christoph Borries, fanden dazu deutliche Worte:
„Es ist wichtig, der Menschen zu gedenken, die starben, weil sie für einen rechten Täter nicht in sein Deutschlandbild passten. Als Schule tragen wir Verantwortung, für ein pluralistisches, demokratisches Deutschland einzutreten und die Vielfalt unserer Schülerschaft als gelebte Wirklichkeit zu verteidigen.“
Mit dieser Aktion hat das BBZ Grevenbroich einmal mehr Haltung bewiesen und unmissverständlich klargemacht, dass Diskriminierung und Menschenfeindlichkeit weder im schulischen noch im gesellschaftlichen Zusammenleben einen Platz haben.




















